Archiv für~mit gefühl~

Countdown

Nun sitze ich hier also nachts um halb eins mitten in Deutschland und mich trennen noch etwa 550 Kilometer und neuneinhalb Stunden von meinem endgültigen Reiseende. Summa summarum habe ich dann knapp 15 Stunden für meine Rückfahrt benötigt - autsch.

Überholspur

Zu später Stunde holen mich die Gedanken doch noch ein. Wie eine Lawine rollen all die Zweifel auf mich zu. Ich möchte mich innerlich davon abwenden, ihnen den Rücken zukehren. Und doch schleichen sie weiterhin in den Gedankengängen herum, warten darauf, dass ich - nur einen Augenblick lang - unaufmerksam werde. Dann schlägt die Depression wie eine Welle über mir zusammen und ich habe das Gefühl zu ertrinken. [Ich ersticke an mir selbst.]

*

Ich habe mir fest vorgenommen, positiv zu denken:
Drei Tage Paris liegen vor mir, völlig frei und unabhängig - und allein, ohne eine Begleitung. Ich verscheuche die Angst, dass ich mich damit übernommen habe könnte, dem ganzen allein nicht gewachsen bin.
Ich freue mich sehr darauf!

Hilflos

Manchmal steht man hilflos neben einem lieben Menschen und muss zugucken, wie er leidet. Die Tränen fließen und ich möchte am liebsten all den Schmerz, der in ihrem Herzen herrscht, herausreißen. Im Alltag liegen hunderte Kilometer zwischen uns und ich kann in schweren Stunden nicht persönlich für sie da sein und ihr beistehen…

Zwei Seelen

Ihre Blicke treffen sich. Schritt für Schritt wandern diese beiden Frauen in den Abend hinein und unternehmen gleichzeitig eine Reise durch die Gefühlswelt, tauschen Worte und Gedanken aus. Doch es hat ein flaues Gefühl hinterlassen, welches sich schwer auf das Herz legt.

Dieses Gewicht ist nicht greifbar, nicht beschreibbar. Doch - ja, auch ein wenig Angst schwingt im Nachhinein mit. Lediglich Fetzen dieses Gefühls lassen sich in Worte fassen und zugleich wirken auch diese Fragmente ungeordnet und zeigen sich als unvollständig.

Freunde?

Manche Dinge lassen einen auch ganz weit weg vom Alltag nicht los, lassen sich nicht wegschieben und bringen einen ins grübeln…

Ich lebe

Gestern hat ein kleiner, von mir über alles geliebter Zwerg seinen fünften Geburtstag gefeiert. 80 Kilometer Entfernung, quer durch den Harz, wurden von mir in anderthalb Stunden Autofahrt gern gemeistert, um an diesem Tag bei ihr zu sein. Wie stolz sie die fünf Kerzen auf ihrem Kuchen ausblies!
Ich liebe diesen Teil meiner Familie - für mich sind sie nicht Tante, Onkel und Cousine, sondern beste Freundin, Vaterersatz und kleine Schwester. Was mir meine Eltern und mein Bruder nicht geben können - und wollen  - habe ich bei ihnen gefunden. Dabei ist dieses zarte Band zwischen uns gerade einmal ein Jahr alt, doch mir ist, als wenn es nie anders war und auch nie anders sein sollte.
Ich liebe diese drei Menschen über alles, sie sind für mich Wärme, Geborgenheit und Vertrauen - meine Familie.

Gestern Abend habe ich mich seit langem wieder einmal lebendig gefühlt.

Sendepause

Die ersten 300 Kilometer habe ich hinter mich gebracht. Hier herrscht nun bis 25. September Sendepause.

Harz

Harz

Endlich durchatmen, Zeit zum Luftholen - endlich fernab von allem.

Gescheitert

Zweieinhalb Stunden gegeneinander anreden.

Sie waren es leid. Sie stellen Forderungen und lehnen es ab, auf Kompromisse einzugehen.

Nun mache ich mir Gedanken, ob ich eine schlechte Tochter bin. Warum nagen an mir die Zweifel und nicht an ihnen?

Ich verstehe die Welt nicht. Ich begreife nicht, wie man so verschieden sein kann. Sie leben in ihrer eigenen Welt und wollen die meine nicht verstehen.

Es ist, als wenn ich gegen eine Wand anrenne und die Tür einfach nicht finden kann. Ich will das nicht mehr. Wie kann man so ignorant und völlig von sich selbst überzeugt sein?

Nun frage ich mich, ob ich sie noch hasse oder ob sie mir bereits egal sind. Aber ein tiefer Schmerz wird es immer bleiben. Die eigenen Eltern verschwinden niemals spurlos aus dem Leben - sie hinterlassen immer eine große Narbe, die hin und wieder schmerzt.

Reisefieber

Dieses Jahr habe ich bereits knapp 4600 Kilometer mit dem Auto oder der Bahn auf Reisen hinter mir gelassen. Und in den nächsten Wochen kommen noch einmal etwa 3300 Kilometer dazu.

Zum Wohle des Volkes!?

In der Hauptstadt wurde gerade vom Senat ein Berliner Volksbegehren für eine bessere Betreuung in Kindertagesstätten abgelehnt.
Begründung:

“Die angestrebten Veränderungen griffen in die Budgethoheit des Parlaments ein und seien daher unzulässig.”

Nach meinen Vorstellungen sind Politiker Repräsentanten des Volkes, vom Volk gewählt, sie müssten [eigentlich] unsere Interessen berücksichtigen. So habe ich immer den Begriff “Demokratie” verstanden.
Und diesmal geht es nicht um irgendeinen schnöden Flughafen. Dieses Mal geht es ja “nur” um die Kinder. [Armes Deutschland.]

{rbb-online ~ Senat lehnt Kita-Volksbegehren ab}

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