Bis morgens halb sechs die Nacht durch zu feiern, macht extremen Spaß. Um halb sieben erst zu Hause zu sein, weniger. Wenn man dann um 15 Uhr aus dem Bett kriecht und nur noch ein halber Mensch ist, scheint es ebenfalls nicht mehr sehr lustig. Und um 19 Uhr erneut feiern zu fahren, grenzt eigentlich an Selbstzerstörung. Ich hab einfach eine Kondition mehr. Vor zehn Jahren war das alles irgendwie einfacher.
Archiv fürOktober, 2009
Furchtbar alt
Und noch einer…
„Du musst lernen, Komplimente anzunehmen.“
Manchmal sind es nur ganz winzige Dinge, die man beherzigen sollte, aber sie können große Auswirkungen auf die eigene Zufriedenheit haben.
Ich unterhalte mich gern mit anderen Menschen und höre ihnen zu, wenn sie von sich und ihren Einstellungen reden. Viele Gedanken, viele Blickwinkel auf das Leben. Am liebsten mag ich die Erzählungen von älteren Menschen. Wenn sie sich erinnern, wie es war, als sie selbst Kind, Jugendliche, junge Erwachsene waren. Wie ihr Leben damals aussah, so ganz anders als in der heutigen Zeit. Welche Vorteile, jedoch auch welche Nachteile es hatte.
Jeder hat seine Ansichten und Erfahrungen, doch so manch kleine Weisheiten sind fast allgemeingültig.
Mein Herz brennt. [LXIX]
Wenn ich allein an den angekündigten Auftritt von Rammstein bei Rock im Park 2010 denke, bekomme ich schon jetzt eine Gänsehaut. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies ein ähnlich intensives und sehr starkes Konzert wird wie Metallica im Jahr 2008. Der Gedanke an diese aufgeladene Liveatmosphäre, bei der so gut wie alle 60 000 Besucher mitgehen werden, ist Grund allein, nächstes Jahr wieder für ein Wochenende nach Nürnberg zu reisen.
Glücksmoment
Fast ein Jahrzehnt habe ich meinen Cousin nicht gesprochen, das letzte Mal nur einige Minuten gesehen und nun ist er wieder aufgetaucht. Nach dem schriftlichen Kontakt im Januar verlor dieser sich so schnell wie er kam und nun ist er plötzlich in dieser großen Stadt, bis Freitag. Ich hoffe sehr, das alles klappt und ich ihn wirklich zu Gesicht bekomme. Das wird ein langer Abend…!
Zeitraffer-Update
Die letzten zwei Wochen waren turbulent: viele, viele Telefonate; eine kleine, feine Geburtstagsfeier mit einem großen Zerwürfnis; nach elf Jahren endlich wieder einmal ein Sieg im hiesigen Fußballstadion; ein gutes Konzert mit Seele-aus-dem-Leib-Hüpfen; ein angekündigter Besuch eines Technikers, der niemals stattfand; ein überraschender Wegzug; ein Anruf, der zusammenschweißt; ein vierstelliger Freundschaftsdienst; die Organisation der Weihnachtsfeier; zweieinhalb Seiten Beschwerdebrief an meinen DSL-Anbieter und vieles, vieles mehr. Die Stunden sind gut gefüllt, die Tage ziehen vorbei und dazwischen immer wieder Inseln des Schnurrens und Kuscheln mit dem wachsenden Mini-Tiger. Holt mich hier raus, ich bin überlastet!
*
Im Astwerk wiegt sich der müde
Wind in Schlaf. Meine Hand
Läßt eine blutrote Blüte
Zerflattern im Sonnenbrand.
Ich hab schon viele Blüten
Blühn und zerflattern sehn;
Die Freuden und Wehen kommen und gehn,
Man kann sie nicht behüten.
Ich habe auch verstreuet
Mein Herzblut in das Leben hin;
Ich weiß nicht, ob’s mich reuet,
Ich weiß nur, daß ich müde bin.
„Liebesmüde“ von Hermann Hesse


