Archiv fürJuli, 2009

Nachthimmel

Die Wolken hell erleuchtet,

Doch nur von einer Seite scheint das Licht.

Der Himmel ist beleuchtet.

Doch die Menschen stört das nicht.

Über den Wolken spannt sich das All.

Das Blau ist gedunkelt.

Darunter wie ein Wasserfall

Das Licht der Menschen rauf funkelt.

Unter den Wolken die Stadt leuchtet hell.

Die Sonne, man denkt’s,

nein – der Mensch ist die Quell’.

Die Lichter der Stadt,

Die erleuchten die Nacht.

Die haben den Himmel dort ruhelos gemacht.

Die wunderschöne Natur

Ich könnte nicht leben ohne Bücher. Und auch nicht ohne Musik. Ich hätte das Gefühl innerlich zu verdursten. Ich tue nichts lieber. Bei einem guten Song oder einem guten Buch vergesse ich alles um mich herum. So geht es mir auch mit der Natur. Ich finde nichts ist faszinierender, als mich immer wieder von ihrer vielfältigen Schönheit überraschen zu lassen und mich darin zu verlieren. Ein purpurner Sonnenuntergang, ein klarer, pastellfarbener Sonnenaufgang, ein bunter Regenbogen, welcher sich zwischen Regen und Sonne über den Himmel spannt.

Heute wurde ich wieder ins Staunen versetzt. Auf meinem Heimweg in der Straßenbahn sah ich im Westen die Sonne am strahlend hellblauen Himmelszelt untergehen, Der Osten war in ein sanftes, dunkleres Blau getaucht, die Wolken zeigten die schönsten Formationen, vom goldenen Sonnenlicht beleuchtet. Von Nord nach Süd, von Süd nach Nord hing eine schmutziggraue Wolkenwand bedrohend tief dazwischen. Als ich aus der Straßenbahn ausstieg und an der nächsten Ampel wartete, da drehte ich meinen Kopf nach oben – und sah dicke, funkelnde Regentropfen nur ein paar Meter entfernt wie Schneeflocken herab schweben. Ich sah den Regen wie in Zeitlupe vom Himmel kommen und die schweren, nassen Tropfen glitzerten wie tausende Diamanten im Fallen. Ich blieb wie ein kleines Mädchen stehen und bestaunte die Natur und ihre Schönheit. Immer wieder neu, anders und doch immer wieder wunderschön.

Kleine Fabel

»Ach«, sagte die Maus, »,die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, daß ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, daß ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, daß ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.« – »Du mußt nur die Laufrichtung ändern«, sagte die Katze und fraß sie.

[von Franz Kafka]

*

„Sterben gehört zum Leben. Und die, die sterben, brauchen vor allem jemand, der bei ihnen ist. Weil… Die meisten sind nicht darauf vorbereitet.“
„Wie meinen Sie das?“
„Sie leben und rechnen dabei nicht mit dem Tod. Wenn dann die Zeit kommt, denken sie, dass jemand sie betrogen hat und der Tod sie zu früh überrascht, bevor sie es geschafft haben, etwas zu erleben, bevor sie erkannt haben, was das Leben ist. Und dann gehen sie unversöhnt davon.“

~*~

„Was war das – der Tod?
Man lebte so lange, wie man noch einen Sinn im Leben sah. Man konnte kürzer leben, aber nicht länger. Ob man noch atmete, war nicht ausschlaggebend.“

[Auszüge aus "Warten auf Dunkelheit, Warten auf Licht" von Ivan Klíma]

Buntes Kuddelmuddel

In der vergangenen Woche habe ich mich manchmal wie ein Scheidungskind gefühlt, nach einem Ersatzpapa nun auch eine offizielle Adoptivmama gefunden und das Leben in einer bunten Patchworkfamilie kennengelernt. Ich habe im Liegestuhl die Seele baumeln lassen, bin nachts um zwei nach intensiven Gesprächen rotweintrunken in meinen Schlafsack gekrochen und hab mich dabei absolut glücklich gefühlt, bei Wellenrauschen wurden versteinerte Muscheln entdeckt und das Kitzeln der Steine am Strand unter den Fußsohlen gespürt, ich sah am Himmelszelt die erste Sternschnuppe in meinem Leben verglühen und bin mit einem geliebten Hund im Abendrot über Felder spazieren gegangen.
Es wurden lange Nächte mit dem ein oder anderen „Fläschgen“ Rotwein oder Alsterwasser genossen, drei Geburtstage binnen fünf Tagen gefeiert, mit selbstgebackener Pizza im hauseigenen, stilechten „Frau Holle-Backofen“ und ausgelassenen Wasserschlachten im Pool.

Dieser Urlaub hatte alles, was dazu gehört und wenn sie auch nicht immer einfach waren, die vergangenen Tage möchte ich nicht missen.

Sendepause

Morgen starte ich für acht Tage in den Urlaub und werde die harten Wochen und Monate, die hinter mir liegen, bei Wellenrauschen und frischem Küstenwind hoffentlich erfolgreich verdrängen und im Kreise der Familie neue Kraft tanken.

~ Rügen ~

~ Rügen ~

{CiNeMa}

Dieser Film geht unter die Haut und bis an die Schmerzgrenze. Intensiv, aufwühlend und schonungslos, mit einer brillanten Charlize Theron – „Monster“.

Boah…

… ich brauch URLAUB!

Familienpackung

Ab Samstag werde ich ein paar Tage auf Rügen verbringen, mit Menschen, die ich aus tiefstem Herzen liebe. Dort wird sich ein bunt zusammengewürfelter Teil meiner Familie zusammenfinden – Menschen, die für mich zu den Wertvollsten in meinem Leben gehören und in deren Gegenwart ich mich absolut wohl fühle. Denn das ist meine Familie und dabei gleichzeitig jedoch nicht nur „Familie“, sondern auch Menschen, die mir das Gefühl geben, dass sie mich so mögen, wie ich bin und mich in dem, was ich tue, unterstützen und mir Mut und Kraft geben. Ich muss mich nicht verstellen, kann sagen und tun, was ich denke, weil ich weiß, sie nehmen mich so, wie ich bin und nehmen mich vor allem ernst.

All diese Gefühle habe ich erst vor etwa zwei Jahren kennengelernt und ich möchte sie nicht mehr missen und diese Menschen nicht mehr hergeben. Denn das ist Familie – lieben und geliebt werden, hören und zuhören, ernst meinen und ernst nehmen, Sorgen nehmen und Kraft geben, zusammen weinen und gemeinsam lachen und immer wieder das gleiche Gefühl: wir gehören zusammen.

Biorhythmus

Nachdem ich nach einer durchwachten Nacht heute Morgen um 9 Uhr ins Bett gekrochen  bin und bis 15 Uhr eine Mütze Schlaf genommen habe, bin ich nun gespannt, wann der Sandmann mich heute Abend besuchen kommen wird… *seufz*

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