Archiv fürMai, 2009

Zweifel oder Normalität?

Was ist, wenn man all diese Bilder und Erinnerungen betrachtet und gleichzeitig kein Prickeln mehr spürt? Da ist kein Herzklopfen, kein Ziehen oder Flattern mehr in der Bauchgegend.

Dieser geliebte Mann ist in den fünf Jahren zu meinem besten Freund geworden, er kennt mich besser als die meisten Menschen. Wir hatten Höhen und Tiefen, geblieben ist eine solide Beziehung.

Er ist ehrlich, zuverlässig und treu, manchmal bringt er mich zum Lachen, manchmal zum Weinen. Er hat vieles, was ich mir von einem Partner wünsche. Er geht an viele Sachen offen und unvoreingenommen heran, Neid und Lügen sind ihm ein Fremdwort. Er ist ein Typ zum Pferde stehlen, kritisch und perfektionistisch, wenn es angebracht ist und doch manchmal ein wenig nachlässig, etwas zu schweigsam und besitzt einen gesunden Egoismus.

Aber… – eigentlich sollte hinter all dem doch kein „aber…“ auftauchen, oder?

Projekt 5

In dreizehn Tagen werden mein Liebster und ich unseren fünften Jahrestag begehen. Auf dem Bild ist unter den ganzen Materialien ein Fotoalbum begraben, welches ich ihm zum ersten Jubiläum angefertigt hatte, angefüllt mit Texten, Fotos, Eintrittskarten etc. In diesem Buch steckt mein Herzblut und nun warten etwa 50 Seiten darauf, mit weiteren vier Jahren an Erinnerungen angefüllt zu werden. Das Rohkonzept steht, siebzig Fotos, unzählige Eintrittskarten, Herzchen, Dekoartikel und ähnliches liegen bereit, das Bild unten zeigt nur eine kleine Auswahl. Wie immer habe ich ein Zeitproblem, doch irgendwie werd ich es wieder schaffen, wie immer…

~Jahrbuch~

~Jahrbuch~

LXIV

Zitterpartie

Seit genau vier Monaten und einem Tag warte ich nun schon darauf.  Als ich vor etwa einer halben Stunde nach Hause kam, hatte ich beim Anblick des einzelnen Umschlages, welcher verlassen im Briefkasten lag, ein mulmiges Gefühl im Bauch. Nun liegt dieser Brief seit zehn Minuten vor mir. Ich starre ihn an wie das Kaninchen die Schlange und ein Wechselbad der Gefühle durchflutet mich. Ich traue mich nicht, ihn zu öffnen, denn in ihm ist eine Antwort enthalten.

Eine Antwort, die entweder Hoffnung nehmen und Ruhe bringen kann. Oder sie bringt mir Hoffnung und nimmt mir weiterhin die Ruhe. Ach Scheiße, ich will dieses Ding nicht öffnen…

*** Mit Telefon am Ohr habe ich den Liebsten als seelische und moralische Unterstützung beigezogen und mich an die Öffnung gewagt. Hätte ich es mal gelassen… So habe ich jetzt jedoch Ruhe und darf mich auf die „Karriere“ bei meinem jetzigen Arbeitgeber konzentrieren.

[ostwestpaket]

Meine Mitbringsel aus dem westlichen Frankfurt – das kennt man aus Erzählungen von früher… ;-)

~*1 – ab sofort mein Snoopy-Lieblingsschlafshirt ~ *2 – wird als Aufnäher für meinen Trolly missbraucht ~ *3 – lecker Rezept ~
*4 – dekoratives Eisschälchen ~ *5 – ausländische Euro- & Sondermünzen ~ *6 – der „Gute“ und teure… ^^ ~ *7 – davon ist nur noch eine übrig… ~ *8 – leckere Milch-Mäuse-Beute aus’m Aldi SÜD~

OstWestPaket

"OstWestPaket"

LXIII

Glaubensfrage

Was glaubt man den Menschen, die um einen herum sind? Wieviele Gedanken und Wahrheiten werden nicht ausgesprochen? Wie weit wird einem mit Ehrlichkeit begegnet?
Man ist auf Worte angewiesen. Einfach nur Worte. Doch wieviel sind sie wert?

Verquere Gedankengänge

Bin ich eigentlich das einzige Schaf in der Herde, welches nicht im Chor blökt?! Ich verstehe die ganze Aufregung um die geplante Sperrung von Seiten mit kinderpornographischem Inhalt nicht. In meinen Augen geht es dabei keinen Deut um Zensur, sondern um ein Zeichen.
Ich weiß nicht, wievielen von denen, die sich gegen die Sperrung dieser Seiten aussprechen, wirklich bewusst ist, was Kinderpornographie bedeutet und wie sie sich wortwörtlich bildlich darstellt. Es handelt sich dabei um Internetseiten, auf welchen Bilder und Videos verbreitet werden die zeigen, wie Babys, Kleinkinder, Kinder und Jugendliche missbraucht werden. An den Kindern werden sexuelle Handlungen vorgenommen, welche im Normalfall beim Betrachter nicht nur ein starkes Ekelgefühl hervorrufen, sondern auch enormen Schaden an der kindlichen Seele anrichten. Sie werden zur Penetration und Manipulation mit und an Erwachsenen gezwungen. Wer einmal die Gelegenheit hatte, solches Bildmaterial o.ä. zu sehen, vergisst das nicht so schnell.
Bei der Sperrung der einschlägigen Webseiten geht es in meinen Augen nicht um die Einschränkung persönlicher Rechte, sondern um den Schutz der Kinder. Es soll ein Zeichen gegen Kinderpornographie darstellen und keine Bevormundung. Dass sich dabei so manch technische Tücke und Lücke nicht vermeiden lässt, mag die eine Sache sein, eine andere die ungeschickte Formulierung der Politiker, welche zudem mehr oder weniger zahlreiche technische Wissenslücken offenbart. Doch warum jaulen alle auf, wenn es um die Sperrung eben jener Webseiten geht? Warum fragen wir uns nicht, warum solche Seiten immernoch frei zugänglich sind? Wir sind uns doch alle einig, dass gegen Kinderpornographie vorgegangen werden sollte, warum missbilligen wir dann diesen einen Schritt? Sicher, es stellt nur einen Tropfen auf den heißen Stein dar, auch wenn in Hilfseinrichtungen, Jugendämtern und Strafverfolgungsbehörden dringend finanzielle Mittel benötigt werden, um den Opfern zur Seite zu stehen und die Täter strafrechtlich zu verfolgen. Warum schließen wir uns dem nicht an, spielen den Ball zurück an die Politiker und fordern gleichzeitig weitere Schritte für den Schutz unserer Kinder ein? Zum Beispiel die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz. Seit Jahren schieben die Parteien dieses Thema vor sich her, immer wieder entzünden sich Diskussionen. Bereits vor geraumer Zeit lautete ein Änderungsvorschlag folgendermaßen:

„Jedes Kind hat ein Recht auf Entwicklung und Entfaltung seiner Persönlichkeit, auf gewaltfreie Erziehung und auf den besonderen Schutz vor Gewalt, Vernachlässigung und Ausbeutung. Die staatliche Gemeinschaft achtet, schützt und fördert die Rechte des Kindes und trägt Sorge für kindgerechte Lebensbedingungen.“

Denn aus genau diesem Zusatz ergibt sich auch der Hintergrund der geplanten Sperrungen betreffend kinderpornographischer Seiten im Internet – es geht nicht um uns, sondern um missbrauchte Kinder. Es schränkt uns nicht in unseren Freiheiten ein und es nimmt uns keine Rechte, sondern es ist ein Symbol für den Schutz von Kindern.

Ausklang

Am Freitag bin ich mit einem schalen Nachgeschmack von einer Geburtstagsfeier zurückgekehrt, heute mit der Erinnerung an ein faszinierendes Paar brauner Augen.

Unerwartet

Ich sollte öfter aus dem Bauch heraus an Verlosungen teilnehmen – ich habe gestern tatsächlich einen Gutschein für ama*z*on im unglaublichen Wert von 50 Euro gewonnen! :)
(Ist nach einem Pferdebriefpapier-Gewinn vor zig Jahren erst das zweite Mal in meinem Leben, dass ich etwas gewonnen habe!) =)

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