Was schenkt man einem Menschen zum Geburtstag, der sich (fast) alles selbst leisten kann und demnach bereits vieles besitzt?
Archiv fürApril, 2009
Reife
So langsam freunde ich mich mit dem Leben an. Nach und nach ordnet sich alles, rücken Beziehungen und Gedanken an den richtigen Platz im Herzen und das Leben bekommt einen neuen Blickwinkel. Eine positive Grundstimmung und manchmal auch die zarten Triebe von tiefem Glück.
AllesErlaubtUndVölligIrre
Geht es noch „cranker“? Anders kann man es nicht sagen, denn „Crank 2: High Voltage“ ist noch abgefahrener als der erste Teil und dank des erfrischend temporeichen Schnittes hat man das Gefühl, man rennt gemeinsam mit Jason Statham durch den Film. Ab einem gewissen Punkt beginnt man die Gesichter der Mitmenschen um einen herum zu beobachten, um zu erfahren welche Reaktionen sich darauf widerspiegeln, während man sich selbst köstlich über diesen AllesErlaubtUndVölligIrren Film amüsiert.
Kurzer Rückblick
So langsam wird mir bewusst, welche Sicherheit einem diese Urkunde verleiht. Und damit Chancen und Möglichkeiten.
*~*
Ich glaub, meiner Omi hat ihre Geburtstagsfeier richtig gut gefallen – mit Frauenchor und Schalmaienkapelle aus dem Nachbardorf.
Und für mich gab’s ebenfalls eine Überraschung.
Überraschung
Dank einer Gesetzesänderung habe ich heute mit einer Unterschrift und Entgegennahme der Urkunde meine Leibeigenschaft bei meinem Arbeitgeber besiegelt – Ernennung auf Lebenszeit!
Einbruch
Nun sitz ich wieder hier in der Stille und die Tränen laufen mir über das Gesicht. Der Schmerz steigt aus tiefstem Herzen auf und die Sehnsucht brennt im ganzen Körper.
Die letzten Tage bei meiner Familie waren wundervoll – umso größer ist jetzt das Heimweh…
Meine Omi
Meine Omi ist eine stolze Frau. Sie hat so manche Hürde im Leben nehmen müssen. Kurz vor Kriegsbeginn in einem kleinen Dorf geboren, musste sie sich bereits mit vierzehn Jahren dem Leben stellen und ein Handwerk lernen. Wie es damals üblich war, heiratete sie früh und bekam drei wundervolle Jungs, die jedoch nicht unterschiedlicher sein könnten. Ihre Ehe war nicht einfach und sie gehörte zu den mutigen Frauen, die sich in den 70er Jahren scheiden lassen wollten – um beim letzten Gerichtstermin aus Liebe zu ihrem Mann und den Kindern doch noch alles abzublasen. Ich weiß nicht, ob sie es jemals bereut hat. Sie arbeitete fast ihr ganzes Leben lang. Erst als Frisöse, später als Köchin hatte sie sogar ihre eigene kleine Gemeindeküche. Sie wurde mit 60 Jahren früh Witwe, doch spätes Enkelglück tröstete sie über so manch schwere Stunde hinweg. Mit viel Liebe und Verstand hat sie ihr Leben gemeistert. Sie ist fast immer gut gelaunt, hat stets ein Liedchen auf den Lippen und auch wenn ihr der Körper aufgrund des Alters immer öfter Hindernisse in den Weg legt, so wischt sie alle „Zipperlein“ mit einem Achselzucken hinweg. Die Küche ist ihr Revier, aus Leidenschaft. Meine Omi ist Dreh- und Angelpunkt dieser Familie, an ihrem Küchentisch treffen sich regelmäßig die Generationen. Gestern wurde sie siebzig Jahre alt.
Ich hoffe, sie wird mindestens hundert…!
Langeweile
Es gibt Menschen, die wünschen sich, dass sie in ihrer Anwesenheitszeit auf Arbeit nichts zu tun haben. Absolut gar nichts. Die von ihrem acht-Stunden-Tag nur maximal eine Stunde arbeiten wollen. Und den Rest der Zeit mit Essen, Zeitung lesen, Quatschen etc. verbringen möchten. Ich hatte heute solch einen Tag, ich habe effektiv eine Stunde gearbeitet. Und den Rest des Tages, gesessen, gegessen, gelesen, gequatscht, ab und an eine geraucht – und sonst nichts. Es war die Hölle.



