Archiv fürDezember, 2008

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Es liegt in diesem Vergänglichkeitsgedanken,
der wohl jeden in der letzten Jahresstunde erfasst,
etwas Ungeheueres, wovor unsere Seele erschrickt.

Theodor Storm

Und tschüß, 2008!

Heute musste ich feststellen, dass ich das ganze Jahr nur durch’s Leben gerannt bin. Ich war zu halb fünf zum Kino verabredet. Ich startete meinen Fußmarsch von etwa fünf Minuten und stellte mit einem Blick auf die Uhr fest, dass ich für diesen Weg exakt zehn Minuten Zeit hatte. Also ging ich langsam – und bewusst. Schaute die Bäume, den Himmel und meine Umgebung an. Dabei kam die Erkenntnis – das hatte ich in diesem Jahr viel zu selten gemacht. Soviele Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen, die ich gemacht hatte. Und eine Menge davon sind nur an mir vorbeigerauscht. Es war einfach zuviel, in 365 Tage gequetscht.

Das Jahr 2008 stand unter dem Motto „Stelle Dich Deinen Ängsten“. Mein Vorsatz für 2009 lautet nunmehr „Lebe intensiver, atme durch, lebe bewusst“.

Ich wünsche einen guten Rutsch & ein gesundes neues Jahr!

Jahresausklang

Warum wird man nur zum Ende des Jahres so versöhnlich?

Verschenkeliste

* Lesebuch mit Pferdegeschichten

* Buch über Dinosaurier

* Pferdeschmuckschatulle sowie Pferdehaarspangen

* Spielbausteinkasten

*  Portemonaie

* Wandbild mit Engelmotiv

* Stempelset mit Weihnachtsmotiven

* eine Musik-CD

* zwei Präsentkörbe mit Edlem & Süßen

* drei Flaschen selbstgemachter Likör

* zwei Eintrittskarten

* zwei Weihnachtskarten

Zwei Drittel davon müssen in einen Koffertrolly sowie eine große Reisetasche passen. Ich werde am Dienstag wieder einmal unter meinem Gepäck zusammenbrechen. Und etwas zum Anziehen brauche ich ja auch noch!

Ein bisschen blass. Weder schwarz noch weiß, alles irgendwie grau. Wenn ich mich im Spiegel anschaue, dann sehe ich seit einigen Wochen die Müdigkeit in mein Gesicht geschrieben. Sommer und Herbst haben an mir gezehrt, Unmengen an Haaren sind mir ausgefallen, dunkle Schatten unter den Augen und eine gereizte, angespannte Haut. Meine Lieblingsbekleidung zur Zeit ist schwarz. Ich fühle mich müde, ausgelaugt und hoffe, dass das alles bald ein Ende hat. Das Leben zieht unscharf an mir vorbei, keine Ruhe, um alles zu genießen, zuviele Termine, Eindrücke und Menschen. Ich möchte es anhalten, nur ein paar Tage. Eine Woche wär gut, vielleicht auch zwei. Ich brauch Urlaub, einfach mal Zeit für mich.

Ich habe mich dazu entschieden, meinen Eltern keinerlei Weihnachtsgrüße zukommen zu lassen. Ich werde weder anrufen, noch eine Karte schreiben. Sie haben es nicht verdient. Ich bin es leid, sämtliche Eventualitäten abzuwägen und Entschuldigungen für ihr Verhalten zu suchen. Es sind erwachsene Menschen, die sich ihres Handelns bewusst sind oder es zumindest sein sollten.

In zwei Tagen fahre ich weg. Verbringe Heilig Abend mit den Menschen, die mir in diesem Jahr die wichtigsten waren. Bei denen ich im Februar Zuflucht finden konnte, als ich so gar nicht mehr konnte. Mit denen ich wenige, jedoch sehr schöne Tage in diesem Jahr erlebt habe.  Sie sind mir meine Familie geworden.

]sPam[

Nach dem ersten Schuss ist Schluss? [Selbstmord?] Angst zu versagen? [Ja!] – Damit ist es jetzt ein für alle mal vorbei! [Achso?]

Steigere Deine sexuelle Leistungskraft und mache es so wie ich. Dank dieser sehr bekannten blauen Wunderpille besorgte ich es einer Bekannten 10mal in nur einer Nacht. Begeistert berichtete meine Bekannte das hinterher ihren Freundinnen, die mich darauf hin sofort kennenlernen wollten. [Selbstverständlich.]

Seitdem kann ich mich vor sexuellen Angeboten hübscher, junger Frauen nicht mehr retten. Nie fühlte ich mich so glücklich und zufrieden wie jetzt. Freunde und Kollegen beneiden mich. [Welche Drogen hat der denn genommen?]

Ich bin nun ein Womanizer. [Toll!] Auf einmal hören andere Männer auf das, was ich zu sagen habe. Beruflich bin ich seither wesentlich erfolgreicher.

Möchtest Du genauso glücklich werden wie ich? Dann besorge auch Du Dir rezeptfrei, ohne Zollprobleme und natürlich ganz diskret das Original unter den Potenzverstärkern! [Wie werd ich glücklich sein!]

Mondnacht

Es war, als hätt’ der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis’ die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

Joseph von Eichendorff

LIII

AbschiedsSchmerz

Als ich etwa sieben Jahre alt war, beschlossen meine Eltern, einen Hundewelpen in der Familie aufzunehmen. Es war eine kleine süße Hundedame, gerade einmal ein paar Wochen alt. Die Unerfahrenheit meiner Eltern in Sachen Hundeerziehung in Kombination mit diesem winzigen, sturen Bündel, was zudem noch seinen eigenen Kopf hatte, führte bald dazu, dass dieser Hund nicht so funktionierte, wie sie es wollten. Ich liebte „Susi“ heiß und innig. Ich war die einzige aus der Familie, auf deren Schoß sie sich zusammenrollte, stundenlang kuschelte und danach seelig einschlief. Sie gab mir Halt und Ruhe. Für mich brach eine Welt zusammen, als meine Eltern beschlossen, sie wegzugeben. Ich bettelte und flehte, wollte Verantwortung übernehmen, sie behalten, mich um die kleine Hündin kümmern, die ich binnen kürzester Zeit so sehr ins Herz geschlossen hatte. Ein paar Tage später gaben sie „Susi“ zu einer anderen Familie mit Kindern.

Als ich einundzwanzig Jahre alt war, beschlossen meine Eltern, unseren Hund „Struppi“, der dreizehn Jahre lang wie ein drittes Kind zur Familie gehört hatte, nach schwerer Krankheit einschläfern zu lassen. Obwohl ich ein paar Tage zuvor bei ihnen zu Besuch gewesen war, verschwiegen sie mir dieses Vorhaben und nahmen mir die Gelegenheit, mich von „Struppi“ zu verabschieden. Ich erfuhr erst davon, als es bereits geschehen war.

Im Endeffekt…

… braucht jeder jemanden, der wissen will, wie es einem geht. Das übersehen viele. Auch ich manchmal.

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