Archiv fürJuli, 2008

Rampenlicht

Immer öfter “verirren” sich Leser in die Dunkelkammer, welche über die Googlesuche sowie über Verlinkungen hierher gelangen. Ich habe lange überlegt, bevor ich mich für diese Thematik in einem Blog entschied - denn mir war klar, dass dieser Punkt unweigerlich wieder erreicht wird, mein Blog wird “publik”. Für mich bedeutet das, dass Menschen, die ich nicht persönliche kenne, meine Gedanken und Gefühle mitlesen können.

Ich habe mein altes Blog geschlossen, ohne lang darüber nachzudenken. Die Zwergenfamilie existierte nicht mehr so, wie sie ursprünglich gewesen ist. Mit der Trennung hatten wir unsere Haustiere, sieben an der Zahl, wie Kinder untereinander aufgeteilt. Nun sind mir noch zwei Lieblinge geblieben. Ich hoffe, dass sie mir noch ein Weilchen erhalten bleiben, denn sie gehören bereits dem Seniorenalter in ihrer Art an. Jedenfalls hatte die Zwergenwiese ausgedient, sie passte nicht mehr zu mir. Im selben Augenblick erblickte der erste Post in der Dunkelkammer das Licht des weltweiten Webs. Die URL hatte ich mir bereits vor einiger Zeit reserviert, aber irgendwie passte der Anfang nie. Den Link hierher gab ich nur an eine handvoll wirklich guter Freunde weiter. “Schuld” an diesem Blog ist eine sehr gute Freundin - weit, weit weg. Sie empfahl mir ein Tagebuch - oder halt ein Blog in Tagebuchform, in welches ich meine Gedanken und Gefühle niederschreiben könnte.

Durch diese zunehmenden Besuche frage ich mich, inwiefern meine Texte für jemanden verständlich sind, der mich nicht persönlich kennt. An manchen Tagen landet hier mein Seelenmüll. Ich bezweifle, dass immer alles für jeden Leser nachvollziehbar ist. In manchem Momenten schreibe ich hier eins zu eins nieder, was mir just in diesem Augenblick durch den Kopf geht, ungeordnet, manchmal nur ein paar Fragmente eines Gedankens, weil er nicht in Worte zu fassen ist. Bloggt man anders, wenn man weiß, dass mehr Menschen mitlesen, als ursprünglich eingeweiht waren?

Heute

Meine beiden Pfirsichköpfchen sind heute ausgezogen. Nun ist es leer auf dem Regal an der Wand. Und ruhig in der Wohnung.

Jane

Jane

Johnny

Johnny

Die Beiden haben viele Bezeichnungen: Pfirsichköpfchen gehören zu den Agaporniden, welche auch Liebesvögel oder Unzertrennliche genannt werden. Ein Pärchen sucht sich einander immer selbst aus und bleibt dann ein Leben lang zusammen.

*blub*

Wäre ich ein Buntstift - ich wär bunt. So einer, der mit allen Farben des Regenbogens malen könnte.

Freiheit statt Angst!

Am 11. Oktober 2008 findet in Berlin eine Demonstration gegen die zunehmende Überwachung durch Wirtschaft und Staat statt. Es werden an diesem Tag weitere vierzehn Demonstrationen weltweit unter ähnlichem Motto veranstaltet. Ich denke, dass man sich endlich mal mit der Thematik beschäftigen und ein Zeichen setzen sollte. Sonst wird vielleicht noch irgendwann gesagt “Ihr habt’s doch gewusst - und nix getan!”…

“Freiheit statt Angst - Stoppt den Überwachungswahn!”

Artikel dazu auf heise.de.

Vorab wird am Montag, dem 22. September, schonmal in München geübt - die Auftaktkundgebung findet um 14 Uhr am Marienplatz statt. Na, wie wär’s? ;-)

Blick in die Zukunft?

tagesschau.de ~ “Büffeln und Buckeln - Chinas Kinder unter Druck”

Kinder, die ab dem ersten Geburtstag Schriftzeichen pauken, die Existenz der Familie hängt vom Bestehen des Abiturs ab, das arme Landmädchen ohne Zukunft - eine halbstündige Reportage über den Leistungsdruck chinesischer Kinder. Erschreckend.

Wir-Gefühl

Wenn das Herz nach vier Monaten langsam zur Ruhe kommt und aus dem “Ich” zum zweiten Mal ein “Wir” wird; wenn die Zweifel kontinuierlich schwinden - schmelzen, wie ein Eiswürfel in der Sonne und man weiß, egal, was draus wird - es war richtig.

Was ist Glück?

Es gibt für mich Dinge im Alltag, die einmalig sind. In diese Kategorie gehören unter anderem der Geschmack von Schokoladenkuchen auf der Zunge, der Duft von frisch gemahlenem Kaffee, das Hopsen eines Eichhörnchens durch das hohe Gras, der Anblick der untergehendes Sonne und das Erscheinen der Sterne am Himmelszelt, das Schnurren einer Katze, das Lachen eines Kindes. Das sind Inseln im Alltag, Momente puren Glücks.

Gedanke der Nacht

Wenn ich die Auswahl für meine Musik, Zitate, Gedichte und Textauszüge hier treffe, dann poste ich nur die Dinge, die mir in diesem Augenblick aus dem Herzen und / oder grundsätzlich aus der Seele sprechen. Songs und Worte, die mich zum Nach- und Weiterdenken anregen oder welche ich genau so wiedergeben würde, wenn ich Musiker, Autor, Dichter oder Denker wäre.

[...}

Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder.

Dante Alighieri

Segelschiffe

Sie haben das mächtige Meer unterm Bauch
Und über sich Wolken und Sterne.
Sie lassen sich fahren vom himmlischen Hauch
mit Herrenblick in die Ferne.

Sie schaukeln kokett in des Schicksals Hand
Wie trunkene Schmetterlinge.
Aber sie tragen von Land zu Land
Fürsorglich wertvolle Dinge.

Wie das im Wind liegt und sich wiegt,
Tauwebüberspannt durch die Wogen,
Da ist eine Kunst, die friedlich siegt,
Und ihr Fleiß ist nicht verlogen.

Es rauscht wie Freiheit. Es riecht wie Welt. -
Natur gewordene Planken
Sind Segelschiffe. - Ihr Anblick erhellt
Und weitet unsre Gedanken.

Joachim Ringelnatz

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