Archiv fürMai, 2008

Was wäre, wenn…

Ein Gedanke wütet in meinem Kopf: Was wäre, wenn ich den Kontakt zu meinen Eltern abbrechen würde? Diese Frage tobt seit Monaten in mir. Ich finde keine Antwort. Keine Ruhe.

Würde es mich ruhiger leben lassen? Oder mir irgendwann viel Schmerz bringen? Oder wäre es eine wohldosierte kleine, alltägliche Quälerei, mit diesem Entschluss zu leben. Sich zu entschließen, sein eigenes Leben ohne die Eltern fortzusetzen. Geht das?

Ich weiß es nicht. Folge ich dem Herzen? Dem Verstand? Überraschenderweise sagt mir mein Herz, dass ich mich von meinen Eltern trennen sollte. Doch der Kopf kennt viele andere Gründe gegen diese Entscheidung. [Was tun?]

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Hermann Hesse

Spiegelbild :-)

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Orientierungslos

Seit geraumer Zeit fühle ich mich leer und ausgebrannt. Mir ist, als würde ich dem Leben hinterherrennen und es einfach nicht zu greifen bekommen. Dabei stimmt doch so vieles - ich habe eine Familie, einen Freund, einen tollen Freundeskreis, eine Arbeitsstelle und bin gesund. Mir muss es einfach gut gehen…!

Errungenschaften

Milan Kundera “Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins”
~
Gabriel Garcia Marquez “Chronik eines angekündigten Todes”
~
Ernest Hemingway “Der Garten Eden”
~
Albert Camus “Der Fremde”
~
Marguerite Duras “Der Liebhaber”

Weltliteratur für knapp zwölf Euro. Gutes Geschäft. :-)

[...}

Worte sind wie Laub - wo sie im Übermaß sind, findet man selten Früchte darunter.

Alexander Pope

Armer Mensch

“Armut ist allerdings mehr als nur der Mangel an Geld. Wer in einer wohlhabenden Gesellschaft keine Chance hat, sich aus Armut durch Arbeit, Bildung und Qualifikation zu befreien, ist auch arm [...]“

[Wie misst man Armut?]

Spross der Liebe

So langsam kehrt Ruhe in mein Herz ein, ich fühle mich angekommen. Das Gefühl, einzig für sich selbst eine Entscheidung getroffen zu haben, verleiht Sicherheit. Ich habe ihn gefunden, meinen Ruhepol.

XXXVI

Gespräch im Morgengrauen

“Mir ist wichtig, dass mein Sohn glücklich ist. Und Du machst ihn glücklich, das sieht man ihm an.”

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