Archiv fürFebruar 20, 2008

Da sein

Füreinander da sein.

Auch mal per SMS schimpfen.

Im Schnelltempo in der Straßenbahn die letzten vier Wochen durchkauen.

Planung, Träume, Pläne.

Hektik, Stress.

Schlaflos in der Nacht, müde am Tag.

Dinge, die liegen bleiben; Sachen, die erledigt werden müssen.

Ich hangele mich über die Tage, vollgepackt.

Und heute, dazwischen, da hat er zwei Stunden mir gehört. Da hatte ich ihn für mich, nur für mich allein.

„Was liest Du da?“

„Ein Buch, mit Seiten drin, auf denen Wörter stehen…“

Manche Menschen möchte man einfach nicht morgens halb Acht auf dem Bahnhof treffen.

*

„Unser Leben besteht aus Zeit, unsere Tage werden nach Stunden berechnet, wir werden nach diesen Stunden bezahlt, unser Wissen wird nach Jahren bemessen. Wir klauen uns ein paar Minuten aus einem voll gestopften Tag für eine Kaffeepause. Wir rennen zu unserem Schreibtisch zurück, wir werfen einen Blick auf die Uhr, wir leben nach unserem Terminkalender. Und dann ist unsere Zeit irgendwann aufgebraucht, und im Innersten unseres Herzens fragen wir uns, ob wir diese Sekunden, Minuten, Stunden, Tage, Wochen, Monate, Jahre und Jahrzehnte vielleicht besser hätten nutzen können.

Alles dreht sich um uns herum, ein Karussell aus Beruf, Familie, Freunden, Liebhabern … Am liebsten möchte man ganz laut „Stopp!“ rufen, ein paar Dinge neu ordnen und  dann erst weitermachen.“

[Auszug aus "Für immer vielleicht" von  Cecelia Ahern}