Ich habe seit über zwei Monaten kein Buch mehr in die Hand genommen. Das muss sich wieder ändern.
Tag 8
Ich suchte und suchte nach glücklichen Momenten an diesem Tag. Ich hatte verschlafen, war zu spät auf der Arbeit, wo ich dank Besprechungen und ähnlichem nicht viel zum Arbeiten kam – der Dienstag war mal wieder mein „Montag“. Der Kinobesuch nach Feierabend brachte etwas Entspannung und eine ausgiebige Haarwäsche mit viel Zeit am Abend ein bisschen Genuss in die tristen Stunden. Auch solch ein Tag geht vorbei.
Doch das Schönste war ein Versprechen in der Nacht per SMS. Er werde wieder durch diese Tür gehen und bei mir sein. Ich will ihm glauben und es fühlt sich gut an.
Emotionenflut
Eins hat er von mir gelernt – den Blick für ein gutes Bild.
Es ist ein unmoralisches Angebot, welches in der Luft schwebt. Ich weiß nicht, ob ich es annehmen soll. Es fühlt sich zu früh an. Und doch ist der Gedanke reizvoll. Es wäre ein würdiger Abschluss nach fünf schönen, gemeinsamen Jahren. Und doch ist es ein seltsames Bauchgefühl. Ein „Vielleicht“. Vielleicht später.
Ein befreiendes Telefonat am Abend brachte Klarheit und Verständnis. Es tut gut, so offen schreiben und reden zu können.
Soviel Konfetti in meinem Kopf. Ich bringe nur noch Gedankenbrei zustande. Es fühlt sich einfacher, doch zugleich auch komplizierter an. Es ist nicht geordnet, es gibt keine Konstante darin, außer meiner Liebe zur Familie und meinen Freunden, meiner Arbeit und dem Antrieb, leben zu wollen. Mit so vielen Grautönen und Schattierungen wie möglich.
Tag 7
* Wenn ich nur an den Blick in seine Augen denke und das, was ich darin gesehen habe, bekomme ich ein Kribbeln im Nacken und möchte es wieder erleben.
* Es war noch mal ein sanfter Abschied. Dieser kurze Augenblick des Augenschließens machte uns traurig, doch er tat auch gut.
* Es tut weh, eine unehrliche Freundin zu vermuten, doch es befreit, an eine ehrlich Gedachte zu schreiben.
schmerzhaft schöner abschied
Er würde das Risiko eingehen, mich weiter zu lieben und damit weiter zu leiden, nur um es noch einmal zu erleben.
Wow
„Klingt wie ein nettes Vergnügen. Die inneren Werte zählen wohl nicht?“
„Ich sag Dir die anderen unter vier Augen jeweils von nem Kuss gefolgt.“
Ein beeindruckend romantischer Satz.
Mein Herz brennt
Nach außen fröhlich, stark, divenhaft, arrogant und selbstbewusst. Eine Fassade, die unnahbar und manchmal auch oberflächlich wirkt. In mir arbeitet es. So viele Gedanken, in Fetzen und Bruchstücke zerrissen. Eine riesige Sehnsucht, die ungestillt bleibt, nach Wärme, Begehren und Nähe. Ein tiefer Abgrund in mir drin.
Tag 6
* Das Glück des Tages wandelte sich binnen weniger Stunden in den schmerzhaftesten Zusammenbruch in den letzten drei Wochen. Deshalb zählt es nicht.
* Heute hat mir der kleine Sternengucker ein Engelslächeln geschenkt und für’s Foto nach den Sternen gegriffen.
Enttäuschung
Wenn die Wärme und Nähe der Nacht in die Kälte des Tages und der Realität umschlagen, dann lösen sich Versprechungen in Tränen auf. Wenn geflüsterte Worte auf gegenteilige Taten prallen und die Bequemlichkeit innerlich Schmerzen auslöst. Was ist es? Ich weiß nur, dass es mich quält.
Herzklopfen
„Weißt du, dieser Typ ist bildhübsch, intelligent, spielt Gitarre, mag Punkrock, denkt nach und ist ein bisschen klein… Ich finde, er ist ein total interessanter Mensch. Merkst du jetzt, was da vor sich geht in meinem Kopf?“



