LXXI

„Wenn der Tag dich quält, und du weiter willst,
sich die Welten dreh’n und du nichts dabei fühlst.
Wenn du nicht mehr weißt, was der Morgen will,
du erwachst in dir und alles ist still.“

[Selig ~ Traumfenster}

Zwiespalt

Man tut sich schwer, einen Menschen, den man sehr schätzt und auch liebt, aufzugeben. Aber – wenn man nicht glücklich ist und das Gefühl hat, es fehlt etwas?

Die Beziehung an sich ist auch heute nicht unschön. Aber es ist mehr wie eine beste Freundschaft. Und ein Teil von einem selbst bleibt unausgefüllt, das spürt man. Ich habe das Gefühl, ich verlasse meinen besten Freund. Er gehört zu den wichtigsten Menschen in meinem Leben.

Aber die Option der besten Freundschaft bleibt ja trotz Trennung, weil es etwas anderes ist – als das, was man heute lebt. Ihm geht es ähnlich in seinen Gedanken.

Der Unterschied ist, dass er damit leben könnte und zu einem steht. Das macht es gleichzeitig wieder schwerer, eine Entscheidung zu treffen.

Aber ist die Realität nicht so, dass man im Alltag als Paar nicht eher die Freundschaft lebt? Ist das normal nach fünf Jahren? Doch wenn man kein Paar mehr ist, bleibt einem als Option die Freundschaft ja trotzdem noch offen. Man braucht diesen Menschen nicht aus seinem Leben zu verlieren.

Es wird schwierig sein zu trennen, doch verlieren tut man solch einen Menschen nie richtig. Ich hoffe, dass ich mit ihm mal wieder so eine Freundschaft habe, wie heute. Doch es dauert, bis man sich wieder in die Augen schauen kann, ohne dann mehr als nur freundschaftliche Zuneigung zu spüren.

Und es tut weh. Davor habe ich Angst. Dass es länger dauert, als ich es jetzt denke. Vielleicht ewig.

Anfang vom Ende?

Es ist raus. Es ist ausgesprochen.

Zeugnis

Meine geschriebenen Worte sind ein Zeugnis dafür, dass ich mich vermutlich bereits entschieden habe.
Egal, ob per SMS, Chat, im Brief oder Pro-und-Kontra-Liste. Wenn ich beginne, darüber nachzudenken, beantwortet das nicht bereits meine Fragen?

Der kleine Sternengucker

„Um 1:31 Uhr ist Jonas zur Welt gekommen. Er wiegt 3620 Gramm und ist 54 Zentimeter groß.“

Nun ist der kleine Mann also da. Mein bester Freund ist heute Nacht Papa geworden. Gestern morgen um zwei Uhr gab Jonas den Startschuss, doch er ließ sich noch fast vierundzwanzig Stunden Zeit, bis er das Licht der Welt erblickte.

LXX

Zum siebzigsten gibt’s gleich doppelt was auf die Ohren:

[Leona Lewis ~ Better in time}

[Leona Lewis ~ Run}

Alte Binsenweisheit

Im Leben kommt es immer anders, als man denkt.
Da ringt man sich zu einer Entscheidung, zu einem Wagnis durch und will es anpacken – da hat es garantiert ein Hintertürchen entdeckt, um die ganze Situation wieder in eine völlig andere Richtung zu bringen. Aaargh.

Nachtschatten

Wir ändern andere Menschen nicht, sie ändern uns.

~*~

Wer bin ich, wo will ich hin? In meinem Leben gibt es zur Zeit zu viele „Aber…“ und „Eigentlich…“. Tief in meinem Inneren spüre ich, dass ich nicht glücklich bin, so nicht leben will. Das weiß ich sicher. Doch wo ist der Ursprung meiner Traurigkeit? Woher weiß man, was „richtig“ und was „falsch“ ist? So lasse ich die Tage verstreichen und warte. Woher nimmt man den Mut zu mehr Risiko? Wann weiß man, dass es Leichtsinn ist? Irgendwann kommt man an einen Punkt, wo einem das Warten schwer fällt. Das Warten darauf, dass sich etwas bewegt. Man ahnt, dass man Entscheidungen treffen muss. Eigentlich „müsste“. Doch es fehlt der Mut.

Und dann sind da noch die vielen Worte, die an einen Anderen geschrieben werden. Der Kopf signalisiert, dass es ein Hirngespinst ist, ein Strohhalm, an den man sich klammert. Doch das Bauchgefühl – entgegen aller Vernunft – bahnt sich seinen Weg hinein in den Alltag und in das Herz. Und wieder steht man vor noch mehr Fragen.

Gedankenbrei

Einen Freund gewonnen, viele Fragen und Zweifel aufgeworfen, Sehnsüchte entdeckt, Stunden an Schlaf verloren. Konfetti im Magen, Chaos im Kopf. Zu viele Gedanken, zu viele Zweifel, ein zuviel an Realität und schlechte Träume.

Aufruf

„Verkaufe Gehirnmasse meistbietend bei Ebay gegen ein bisschen Glück….“

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